Was das Power-Law-Modell zeigt – und was nicht
Ihr fragt euch vielleicht: "Wenn Bitcoin so stark wackelt und mal 50% verliert (Beulen, Crash, ...) – warum soll er dann besser sein als mein Sparkonto?" Eine mögliche Antwort liefert ein Modell: das Power Law. Es ist kein Naturgesetz, sondern eine Kurve, die an die bisherigen Kurse angepasst wurde (Modellannahme, keine Prognose; Einordnung: Power Law – Realität oder Utopie?).
Stetiger Abstieg: Die Kaufkraft schmilzt (im Beispiel mit 1.5% Inflation pro Jahr).
Wilder Aufstieg: Es zappelt, aber es geht nach oben (im Beispiel mit angenommenen 25% pro Jahr, keine Prognose).
Wenn man Bitcoin auf einer normalen Skala betrachtet, sieht es aus wie eine Achterbahn. Wenn wir aber die mathematische Brille aufsetzen (logarithmische Skalierung), sehen wir ein faszinierendes Muster: Bitcoin bewegte sich bisher in einem Korridor nach oben. Ob er darin bleibt, sagt das Modell nicht sicher voraus.
Das ist der "Boden". Im Bild von Bitbo lag der Kurs nur selten darunter (nicht nachgeprüft, siehe oben). Dass die Linie einen «fundamentalen Wert» des Netzwerks darstellt, ist eine Modellannahme, keine Tatsache.
Das ist das "Dach". Wenn wir hier ankommen, sind die Leute meist zu gierig. Es ist der Bereich, in dem der Preis oft kurzfristig wieder korrigiert.
Modellannahme, keine Prognose: Das Powerlaw verspricht eine Art Vorhersehbarkeit. Beim Fiat-Geld (Eiswürfel-Grafik) sinkt die Kaufkraft über lange Zeit fast immer; das Powerlaw-Modell unterstellt, dass Bitcoin mit der Zeit wächst, weil es als globales Netzwerk adoptiert wird. Ob das so weitergeht, kann kein Modell garantieren.
Eure Zukunft: Wo steht die rote Linie in 10 Jahren?
Das Powerlaw lehrt uns Disziplin. Wenn der Preis um 50% fällt, fühlt sich das schlimm an. Aber wenn ihr auf diesen Chart schaut, seht ihr:
Wir sind immer noch im Korridor.