Übung: Den Safe mit dem Ledger öffnen

Anleitung zur Entschlüsselung des Descriptors unter Windows 11

Vorbereitung

Stellt sicher, dass ihr folgende drei Dinge bereit habt:

Ledger bereitmachen

Schliesst den Ledger an, gebt eure PIN ein und öffnet die Bitcoin App auf dem Gerät. Die Software am Computer spricht mit der Bitcoin-App, nicht mit dem Gerät allgemein (Ledger-Clientbibliothek: «queries the hardware wallet for the version of the running app»; erwarteter App-Name «Bitcoin»).

Der Entschlüsselungs-Befehl

Öffnet die PowerShell im Ordner, in dem die Dateien liegen, und gebt folgenden Befehl ein:

.\beb.exe decrypt -f backup.hex -k [EUER_XPUB]

Hinweis: Den [XPUB] findet ihr in eurer Sparrow Wallet im Bereich Settings unter Keystores, Feld "xpub" (Sparrow-Doku). Der Befehl entspricht der Hilfe von beb decrypt (-f Datei, -k xpub; beb-Projekt).

Was passiert jetzt?

Ist der Ledger angeschlossen und entsperrt, versucht das Programm, xpubs direkt vom Gerät abzurufen; bei manchen Ableitungspfaden verlangt der Ledger dafür eine Bestätigung. Das Programm fragt den Ledger also nicht "Darf ich diesen Safe öffnen?", sondern nach öffentlichen Schlüsseln. Mit -k und eurem xpub funktioniert die Entschlüsselung auch ganz ohne Gerät (beb-Projekt: «Devices are not mandatory»; BIP 138: «Some signing devices can fail or require confirmation when fetching xpubs»).

Eure Aufgabe: Bestätigt eine allfällige Abfrage direkt auf dem Ledger. Passt einer der xpubs zum Backup, erscheint der Descriptor im Klartext auf eurem Bildschirm!

Das haben wir gelernt:

Auch wenn Papa die verschlüsselte Datei verliert oder sie gehackt wird: Lesen kann sie nur, wer einen der xpubs aus dem Descriptor kennt – etwa über euren Ledger, aus Sparrow oder von einem Ausdruck. Darum darf kein xpub dieses Multisig je an einen fremden Server gehen (BIP 138: «reusing such an xpub as a key of a multisig descriptor lets that server decrypt every backup of the multisig»). Das ist die höchste Stufe der Privatsphäre.