Warum Wohnen immer teurer wird

Viele glauben, Immobilienpreise steigen durch Zufall. Doch wenn wir die Geldmenge M3 der Schweiz mit den Hauspreisen vergleichen, sehen wir ein klares Muster (Einschätzung der Redaktion: ein Zusammenhang, kein Beleg für Ursache und Wirkung).

Daten-Tipp: Die besten Zahlen findest du im SNB Data Portal (Geldmenge) und beim BFS (Immobilienpreisindex IMPI).

Der direkte Zusammenhang

In den letzten 20 Jahren hat sich die Geldmenge in der Schweiz massiv ausgeweitet: M3 stieg von CHF 615 Mrd. (September 2006) auf CHF 1'239 Mrd. (September 2026), hat sich also verdoppelt (SNB-Datenportal). Immobilien fungieren hierbei als "Wertspeicher". Sie saugen die überschüssige Liquidität auf (Einschätzung der Redaktion).

M3
Haus
Lohn

Symbolische Darstellung der Wachstumsraten (20 Jahre)

Anlageklasse Geschätzter Marktwert (Global) Charakteristik Immobilien ~393 Billionen $ Der grösste Wertspeicher der Welt. Schulden / Anleihen ~161 Billionen $ Staats- und Unternehmensanleihen. Aktien (Stocks) ~158 Billionen $ Unternehmensanteile weltweit. Gold ~29 Billionen $ Der klassische „sichere Hafen“ (Physisch). Bitcoin ~1.6 Billionen $ Das „digitale Gold“.

Quellen und Stand: Immobilien Savills (393.3 Bio. $, Anfang 2025); Anleihen und Aktien SIFMA Capital Markets Fact Book 2026 (160.7 bzw. 157.8 Bio. $, Ende 2025); Gold World Gold Council (222'600 t, 29.0 Bio. $, Ende Q2 2026); Bitcoin rund 20.1 Mio. BTC × 80'100 $ (mempool.space, 24.10.2026). Marktwerte schwanken täglich.

Die Lektion für Sparer:

Wenn du nur für deinen Lohn arbeitest, aber die Geldmenge und die Hauspreise schneller steigen als dein Gehalt, wirst du relativ gesehen "ärmer", obwohl die Zahl auf deinem Konto gleich bleibt. Bitcoin hat eine noch striktere Knappheit als Immobilien, da man Häuser bauen kann, aber niemals mehr als 21 Mio. Bitcoins erschaffen kann (Bitcoin Core).