Der dezentrale Herzschlag des Netzwerks.
Bitcoin funktioniert wie ein globales Sudoku-Rätsel, an dem tausende Computer gleichzeitig arbeiten. Die Regel lautet: Im Durchschnitt soll alle 10 Minuten eine Lösung gefunden werden.
Aber was passiert, wenn immer mehr super-schnelle Computer mitmachen? Sie würden das Rätsel in 1 Minute lösen!
Die Lösung (Difficulty Adjustment): Das Netzwerk merkt sich: "Hoppla, wir waren zu schnell!". Alle 2.016 Blöcke (ca. alle 2 Wochen) passt sich die Schwierigkeit automatisch an. Waren die Computer zu schnell, wird das Rätsel schwerer. Waren sie zu langsam, wird es leichter. So bleibt der Takt bei 10 Minuten – egal wie viel Rechenleistung existiert.
Das Finden eines Blocks ist ein Poisson-Prozess. Da Hash-Funktionen zufällige Ergebnisse liefern, kann ein Block mal nach 1 Minute, mal nach 50 Minuten gefunden werden. Nur der Durchschnitt (Mean) konvergiert gegen 10 Minuten.
Alle 2.016 Blöcke (eine "Epoche") berechnet jeder Node unabhängig das neue Schwierigkeitsziel nach folgender Formel:
Um extreme Schwankungen zu vermeiden, ist die Anpassung pro Epoche auf den Faktor 4x (maximal) und 0.25x (minimal) begrenzt.
Fun Fact: Durch das stetige Wachstum der Hashrate (Power Law) liegt die historische durchschnittliche Blockzeit tatsächlich leicht unter 10 Minuten (ca. 9:40 min), da die Difficulty immer erst "nachträglich" reagiert.