Analyse eines populären Mythos.
Im "Goldenen Zeitalter" der Niederlande wurden Tulpen zum ultimativen Statussymbol. Besonders die durch das Mosaik-Virus gezeichneten "geflammten" Sorten (wie die Semper Augustus) waren extrem selten.
Das Kernproblem war der "Windhandel":
Als die Käufer ausblieben, kollabierte der Preis um >95%. Da es kein globales Netzwerk gab, blieb der Crash lokal und endgültig.
Skeptiker nutzen den Vergleich oft, um Volatilität zu kritisieren. Doch die fundamentale Struktur unterscheidet sich in jeder messbaren Metrik:
| Metrik | Tulpenmanie | Bitcoin (Hard Money) |
|---|---|---|
| Knappheit | Biologisch variabel (Anbau möglich) | Mathematisch absolut (21 Mio. Hardcap) |
| Verifizierung | Erfordert Experten/Vertrauen | Trustless (Jeder Node prüft Code) |
| Transport | Schwer, Risiko von Beschädigung | Lichtgeschwindigkeit (Global) |
| Lebensdauer | Verrottet / Stirbt | Ewig (Information auf Blockchain) |
"Für das Nicht-Verderbliche gilt: Jedes Jahr, das es überlebt, erhöht seine Lebenserwartung um ein weiteres Jahr."
Eine Blase platzt und verschwindet (wie Tulpen). Bitcoin ist nach 4 massiven Crashs (>80%) immer wieder stärker zurückgekehrt. Das ist das Gegenteil einer Blase.
Während Tulpenpreise auf purer, kurzfristiger Psychologie basierten, folgt der Bitcoin-Preis seit über 15 Jahren einer Power Law Skalierung.
Dies deutet nicht auf eine Blase hin, sondern auf die organische Adoption eines neuen globalen Netzwerks – ähnlich wie beim Ausbau des Internets, des Telefons oder des Stromnetzes.